Projektstart: „Visualisierungen für immersive Medien und virtuelle Räume“

Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung von interaktiven Lehr- und Lerninhalten für immersive Medien in virtuellen Räumen. Immersiv beschreibt den Effekt, den virtuelle oder fiktionale Welten auf den Betrachter haben. Die Wahrnehmung in der realen Welt vermindert sich und der Betrachter*in empfindet die virtuelle Umgebung zunehmend als real.

Für dieses Projekt haben sich regionale Netzwerkpartner zusammengeschlossen. Dazu gehören neben den drei Fachbereichen der Hochschule Merseburg, die Stadt Merseburg und verschiedenen Bildungseinrichtungen (Domgymnasium Merseburg, Walter-Gropius-Gymnasium und Europaschule Dessau sowie Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt) auch zwei Museen und Firmen im Süden von Sachsen-Anhalt. Bei der Entwicklung der interaktiven Lehr- und Lerneinheiten werden gleiche und ähnliche Bedürfnisse der Netzwerkpartner und anderer Nachnutzer berücksichtigt. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt und adressiert gleichermaßen die Bereiche „Bildung in der digitalen Welt“, „Kultur und Medien im Digitalen Wandel“ und „Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeit 4.0“ der Digitalen Agenda für das Land Sachsen-Anhalt. Für die Hochschule Merseburg und die Netzwerkpartner stellt das IMVIR-Projekt einen bedeutsamen Meilenstein in der Anwendung und Weiterentwicklung digitaler Medien dar.

Im ersten Abschnitt sollen interaktive Lehr- und Lerneinheiten in Chemie und Astronomie sowie eine Anwendung für den musealen Kontext entstehen. Inhaltlich soll der virtuelle Raum für die Nutzung mit VR-Brille oder über eine Planetariumskuppel so ausgelegt werden, dass eintauchende (immersive) Effekte für den Nutzer möglich sind. Die Partner im regionalen Netzwerk sind hierfür die Planetarien in Dessau und Merseburg sowie das Kulturhistorische Museum Merseburg. Die Entwicklung der einzelnen Elemente geschieht unter Berücksichtigung forschender und spielerischer Aspekte, wobei der virtuelle Immersionsraum als ein Experimentier-, Erprobungs- und Handlungsraum verstanden wird.

Visualisierungen von Wissenschaftsdaten und deren Implementierung in Lehrinhalte z. B. aus dem Bereich der Ökologie sollen im zweiten Projektabschnitt durchgeführt werden. Dabei wird der virtuelle Raum zum digitalen Forschungslabor.

Ziel des Projektes IMVIR ist es, die entwickelten Lehr- und Lernmaterialien als Open Education Ressources (OER) unter anderem Schüler*innen, Studierenden und Lehrpersonal frei zur Verfügung zu stellen. Das Material wird aber auch über zwei Internet-Plattformen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Projekt IMVIR wird bis zum 30.11.2020 aus Fördermitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung und des Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

Kontakt:
Mechthild Meinike
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Projekt IMVIR
E-Mail: mechthild.meinike@hs-merseburg.de
Telefon: +49 3461 46-2218

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